Kamidana (神棚 kami-dana, lit. “Regalbrett für Götter”) sind Miniatur-Hausaltäre, die dazu dienen, einen kami des Shintoismus zu weihen. Sie sind am häufigsten in Japan zu finden, der Heimat des kami-Kultes.
Der Schrein wird typischerweise hoch an einer Wand platziert und enthält eine große Vielfalt an Gegenständen, die mit shintoistischen Zeremonien in Verbindung stehen, wobei das shintai das prominenteste ist. Dies ist ein Gegenstand, der dazu bestimmt ist, einen ausgewählten kami zu beherbergen, ihm somit eine physische Form zu geben und die Verehrung zu ermöglichen.
Der kami im shintai ist oft die Gottheit des lokalen Schreins oder eine bestimmte für den Beruf des Hausbesitzers. Ein Teil des kami wurde speziell für diesen Zweck von einem Schrein durch einen Prozess namens kanjō bezogen. Die Verehrung besteht meist aus dem Darbringen einfacher Gebete, Speisen (z. B. Reis, Obst, Wasser) und Blumen.
Bevor man im Schrein verehrt, ist es rituell wichtig, dass die Familienmitglieder ihre Hände reinigen. In japanischen Häusern, während ein kamidana gehalten wird, wird auch ein butsudan gehalten.
Ein Kamidana halten
Ein privates kamidana wird typischerweise im Haus installiert, um ein ofuda, eine Art Amulett, zu weihen. Sowohl das kamidana als auch das ofuda können in jedem großen shintoistischen Schrein gekauft werden. Ofuda allein können auf einem Tisch oder an jedem sichtbaren Ort ausgestellt werden, solange sie in ihren Schutzhüllen aufbewahrt werden.

Wenn jedoch ein ofuda in einem Schrein geweiht wird, gibt es mehrere Regeln, die befolgt werden müssen, um eine ordnungsgemäße Installation zu gewährleisten. Erstens kann ein Schrein nicht auf den Boden oder auf Augenhöhe gestellt werden. Er muss sich über der Augenhöhe einer normalen Person befinden. Zweitens kann er nicht über einem Eingang platziert werden, sondern muss an einem Ort gebaut werden, unter dem Menschen nicht gehen.
Schließlich, wenn ein ofuda geweiht ist, lässt man nach dem Entfernen der Hülle üblicherweise ein Opfer aus Wasser, Alkohol oder Essen vor dem Schrein zurück, das regelmäßig ausgetauscht werden muss. Diese Regeln gelten sowohl für das Haus als auch für Dojos für Kampfkünste. Ofuda werden vor Ende jedes Jahres ersetzt. Der Schrein kann jedoch im Haus behalten werden, bis er nicht mehr nutzbar ist.
Was außer dem Kamidana gehalten wird
Im Zentrum des Schreins liegt die taima, eine Inschrift des Shintō-Schreins in Ise, die einen universellen kami darstellt. Der Schrein kann auch ein shimenawa enthalten, eine heilige Schnur aus gedrehtem Reisstroh, die traditionell verwendet wird, um einen heiligen Bereich abzugrenzen.
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